Ripple-Partner MoneyGram nimmt Indien ins Visier

Der Finanzdienstleister MoneyGram expandiert durch eine exklusive Kooperation mit dem indischen Unternehmen Ebixcash in das riesige südasiatische Land. Seit Sommer 2019 ist Ripple (XRP) strategischer Partner von MoneyGram und somit zumindest indirekt an den Plänen beteiligt.

Indien mit seinen fast 1,4 Milliarden Einwohnern zählt zu den Ländern, bei denen Unternehmen aus fast allen Wirtschaftszweigen weiter große Wachstumschancen sehen, so auch die Kryptobranche. Die gefestigte Demokratie garantiert prinzipiell investitionsfreundliche Umgebung und gleichzeitig bietet das Schwellenland Indien noch reichlich Luft nach oben bei Wachstumsprognosen. Ein nicht nur für die Kryptobranche spannendes Thema im Zusammenhang mit Indien sind die Überweisungen, die von im Ausland lebenden Indern an Verwandte oder Freunde nach Hause geschickt werden. 3 Milliarden US-Dollar soll das Volumen solcher Geldtransfers jährlich betragen. Ripple (XRP) hatte schon im April 2019 durch eine Kooperation mit der indischen Federal Bank, einem privaten Geldinstitut, den ersten Versuch unternommen, in Indien Fuß zu fassen. Jetzt streckt der Finanzdienstleister MoneyGram durch eine exklusive Zusammenarbeit mit Ebixcash die Fühler Richtung Indien aus, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der beiden neuen Partner. Seit Ripple im Sommer 2019 groß bei MoneyGram eingestiegen ist, betreffen MoneyGrams Expansionspläne Ripple zumindest indirekt.

Hintergrund zu MoneyGram, Ripple und Ebixcash in Indien

MoneyGram und Ebixcash haben laut Pressemitteilung eine Win-win-Situation für das Geschäft in Indien ausgemacht. MoneyGram als global agierender Dienstleister gerade auch für grenzübergreifende Geldtransfers steuert dabei sein Netzwerk von Filialen in mehr als 200 Ländern weltweit bei und verknüpft dies mit Ebixcash. Das indische Unternehmen wiederum bringt seine mehr als 320.000 physischen Anlaufstellen im südasiatischen Raum in die Kooperation ein, mit denen Ebixcash bis in ländliche Gegenden und Dörfer vertreten ist. „Indien bleibt der weltweit größte Empfänger von Auslandsüberweisungen und wir sind froh, diesen entscheidenden Markt durch unsere Partnerschaft mit Ebixcash besser bedienen zu können“, wird ein Sprecher von MoneyGram zitiert.

Zu finanziellen und technischen Hintergründen wurden aber keine Angaben gemacht. Dies ist insofern merkwürdig, da Ripple bei seinem Investment von mittlerweile 50 Millionen US-Dollar in MoneyGram zur Bedingung gemacht hatte, dass MoneyGram in seinem internationalen Kerngeschäft RippleNet und auch XRP als Brückenwährung einsetzt. Bei dem Deal zwischen MoneyGram und Ebixcash entstehen im Grunde optimale Voraussetzungen für den Gebrauch von Ripple-Technologie und XRP, erwähnt werden solche Pläne aber bislang nicht. Von Ripple war bislang kein Kommentar zu der Situation zu hören, auch MoneyGram hielt sich auf Anfragen bedeckt. Dabei hatte Ripple zum Jahreswechsel als Hauptziel für 2020 formuliert, die Akzeptanz von XRP zu stärken.

Ripple goes India – Traum oder Wirklichkeit?

Der Kurs von XRP legte zwar seit dem Bekanntwerden von MoneyGrams Partnerschaft mit Ebixcash um rund 10 Prozent zu, doch die Kursgewinne bewegen sich in dem Rahmen, den auch andere wichtige Altcoins angetrieben von Bitcoin SV verbuchen konnten. Ob sich das Engagement von MoneyGram in Indien also auch für XRP positiv auswirkt, bleibt offen. Ripple zumindest darf darauf hoffen, dass sich MoneyGrams Expansion auszahlt und so auch Gewinne an Ripple fließen.


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