Ethereum 2.0: Entwicklerteam um Vitalik Buterin zeigt Weg dahin auf

Bei Ethereum wird trotz aktueller Upgrade-Probleme schon weit in die Zukunft gedacht. Mit Ethereum 2.0 soll die Blockchain einen Quantensprung erleben und unter anderem von Proof-Of-Work zu Proof-of-Stake wechseln. ETH-Erfinder Vitalik Buterin gab nun Details bekannt.

Die Sicherheitsprobleme beim Ethereum-Upgrade Constantinople sind noch nicht aus den Nachrichten verschwunden, aber die Entwickler um ETH-Gründer Vitalik Buterin nehmen das große Ziel Ethereum 2.0 bereits ins Visier. Im Spätherbst 2018 hatte Buterin Grundsätzliches dazu skizziert. Nun stellten sich Buterin und sein Team bei Reddit einer Ask Me Anything Session und gingen dabei ins Detail. Um eins vorwegzunehmen: Auch wenn Buterin sagt, „Wir versuchen mit aller Kraft, die Komplexität (des Umstiegs) zu vereinfachen“, ist das Vorhaben Ethereum 2.0 eine vielschichtige Angelegenheit.

Ethereum 2.0: Was sind die Ziele und wo liegen die Schwierigkeiten?

Wie bei anderen Kryptowährungen wie Bitcoin stößt die Blockchain des Ethereum an ihre Grenzen. Das Prinzip Proof-of-Work bei der Verifizierung von Transaktionen kann die Masse der Überweisungen nicht mehr immer zeitnah bestätigen (Limit von etwa 15 Transaktionen pro Sekunde) und bleibt zumindest theoretisch anfällig für 51%-Attacken. Proof-of-Stake soll bei Ethereum 2.0 darauf die Antwort sein. Doch der Umstieg bei laufendem Betrieb ist offensichtlich nicht so einfach zu bewältigen. Buterin und seine Kollegen planen deshalb nun, eine Blockchain namens Beacon zwischenzuschalten. Dort sollen Netzwerk-Teilnehmer die Möglichkeit haben, sich als Nodes zur ETH-Verifizierung per Proof-of-Stake anzumelden. Parallel entsteht ein neuer Coin, BETH betitelt, der auch als Belohnung an die Verifizierer ausgeschüttet wird. ETH und BETH sollen dabei im Verhältnis 1:1 handelbar bleiben, allerdings zunächst wohl nur die Richtung ETH zu BETH. Erst wenn Beacon bewiesen hat, sicher und stabil zu laufen, würde Ethereum 2.0 wirklich kommen. Buterin spricht von Beacon als einer „Hybrid-Blockchain“.

Beacon soll noch in diesem Jahr im Testnet live gehen, das Mainnet wäre dann frühestens zum Jahreswechsel zu erwarten. Für Ethereum 2.0, auch als Serenity bekannt, ist dann wohl 2022 ein realistisches Zieldatum und damit deutlich später als ursprünglich erwartet. Kritische Stimmen fragten bei Reddit natürlich auch, wo denn der Anreiz für die Mitwirkung bei Beacon bestehe, wenn die Teilnehmer BETH für lange Zeit halten müssen, bevor sie zu ETH werden. Auch die Frage, ob Proof-of-Stake durch ausgewählte Nodes dem Prinzip einer dezentralisierten Blockchain noch entspricht, ist nicht von der Hand zu weisen.

Was gehen mich Ethereum 2.0 und Beacon an?

Ethereum 2.0 ist mittelfristig notwendig und kann den Kurs von ETH durch eine zukunftssichere Blockchain anschieben. Vorerst aber sind die nächsten Upgrades unter dem Stichwort Ethereum 1.x entscheidend. Denn wenn selbst Buterin von komplexen Herausforderungen bei Ethereum 2.0 spricht, ist eine schnelle Einführung nicht in Sicht.


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