INATBA startet: Verband für Blockchains mit Ripple, IOTA und Cardano an Bord

Unter dem Namen INATBA (International Association for Trusted Blockchain Applications ) hat eine Interessenorganisation ihre Arbeit aufgenommen, die Entwickler, Unternehmer und Kunden aus der Blockchain-Branche zusammenbringen will. Zu den Gründungsmitgliedern zählen Ripple und IOTA.

Branchenverbände sind in der Wirtschaft gang und gäbe. Sie übernehmen etwa firmenübergreifend Lobbyaufgaben und dienen der Politik als Ansprechpartner. Entsprechend will auch die INATBA (International Association for Trusted Blockchain Applications) verfahren. In einer Gründungsurkunde beschreibt man sich als Verband mit dem Ziel, vertrauenswürdige Angebote aus dem Bereich Blockchains zu bündeln, diese öffentlich zu bewerben und einen ständigen Dialog mit Politik und Regulierungsbehörden zu ermöglichen. Mit Ripple (XRP) und IOTA gehören 2 der 15 wichtigsten globale Kryptowährungen durch ihre Stiftungen zu den Gründungsmitgliedern von INATBA.

Was interessiert IOTA und Ripple an der INATBA?

INATBA wurde von der EU bereits als Ansprechpartner akzeptiert. IOTA spricht davon, durch die Stärke von INATBA die „unbegrenzten Möglichkeiten von Distributed Ledger aufzuzeigen. Für Ripple wirft sich CEO Brad Garlinghouse auf Twitter ins Rennen und spricht von einer „Ehre“. Man wolle global als Blockchain-Branche in konstruktive Gespräche mit Regierungen und Regulierern treten.

Warum INATBA Fragen aufwirft

Streng genommen beruhen IOTA und XRP allerdings gar nicht auf einer Blockchain. Hier deutet sich an, dass INATBA trotz seiner mehr als 100 Gründer mit Buzzwords spielt. Auffällig ist zudem, dass etwa die Ethereum Stiftung oder Vertreter von Bitcoin fehlen. Hier gab es bislang keine Kommentare zu INATBA. Ob INATBA also tatsächlich ernst meint mit dezentralisierten Lösungen, die eben auch anonyme Dienste und Zahlungen ermöglichen, muss sich noch herausstellen. Aus Deutschland ist etwa der Blockchain Bundesverband e.V. (Bundesblock) mit an Bord, der in der Kryptoszene nicht unumstritten ist.

Warum INATBA Chancen schafft

Andererseits gehören mit Namen wie Deutsche Telekom AG, L’oreal, SAP oder Börse Stuttgart viele Namen zu INATBA, die fester Bestandteil der klassischen Wirtschaftswelt sind. Hier deutet sich an, dass INATBA von der Politik gehört werden wird. Bei den Vorhaben von EU und deutscher Regierung, ein verlässliches juristisches Umfeld für die Kryptobranche zu schaffen, könnte sich der Schulterschluss als wertvoll erweisen.

Lohnt es sich, die Arbeit von INATBA zu verfolgen?

Wer die fast zwei Stunden, mit der INATBA den Start zelebrierte (auf YouTube hier), verfolgt, bleibt etwas ratlos. Viele Ideen klingen gut, von Gesundheitssystem bis hin zu Hilfe für Afrika. Staatstragend zwar, aber praxisorientiert werden hier Blockchains vorgestellt. Für Anleger fehlen aber klare Position dazu, wie man mit Kryptowährungen umgehen möchte, etwa in Fragen zu Steuern und Identifikationspflichten. Derzeit zeichnet sich für Anleger ab, dass INATBA eher als ein Verband für Token zu sehen ist, die wie XRP und IOTA ihre Netzwerke und nicht ihre Kryptowährungen in den Vordergrund der Strategie stellen.


Wer noch keine IOTA hat kann sie gegen Euro bei eToro kaufen. Gegen Bitcoins und Ethereum wird IOTA bei Binance gehandelt. Für erfahrene Anleger gibt es bei Plus500 die Möglichkeit IOTA CFDs (und andere Kryptowährungen) auch mit einem Hebel zu handeln.

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