IOTA nähert sich der Einführung von Smart Contracts

IOTA macht Fortschritte bei der Integration von Smart Contracts in das eigene Ökosystem. Man befinde sich in der „Pre-Alpha“-Phase bei diesem Vorhaben, heißt es. Parallel dazu wurden drei einfache Beispiele von Smart Contracts bei IOTA veröffentlicht.

IOTA befindet sich bekanntlich in einer Phase grundsätzlicher technologischer Erneuerung. Dabei soll das Tanglenet schneller werden und der zentrale Koordinator zugunsten eines dezentralen Prinzips abgelöst werden. Aber IOTA 2.0 muss auch in Sachen Funktionalität nachrüsten und aus Anwendersicht spielen Smart Contracts dabei eine zentrale Rolle. Nun meldet die IOTA Stiftung per Blogpost, mit der Entwicklung von IOTA Smart Contracts so weit zu sein, dass man mit ersten Beispielen an die Öffentlichkeit gehen kann.

Hintergrund zu Smart Contracts bei IOTA

„Pre-Alpha“ nennt IOTA den jetzt erreichten Entwicklungsstatus für Smart Contracts. Bislang kann IOTA in seinem Tanglenet keine komplexen Smart Contracts abwickeln und die tatsächliche Implementierung ist erst mit Coordicide aka IOTA 2.0 zu erwarten – nach dem jetzigen Zeitplan nicht vor Sommer 2021. IOTA konzipiert Smart Contracts als dezentralisierte Anwendungen in einer Sidechain des Mainnets, um das eigentliche Tanglenet zu entlasten.

Drei simple Fälle für IOTA Smart Contracts werden jetzt gezeigt:

  • DonateWithFeedback: Hier soll eine typische Situation in der Online-Welt als Szenario dienen: Eine Webseite will Spenden (in IOTA) annehmen und auch Kommentare empfangen können. Dies wird über einen Smart Contract ermöglicht, der auch erlaubt, auf Kommentare zu antworten und Spendengelder in andere Wallets umzuleiten.
  • TokenRegistry: Hier wird ein Werkzeug für die Herausgabe und Organisation von „colored token“ auf Basis eines Smart Contract bereitgestellt. Mit „colored token“ soll IOTA künftig Token erlauben, deren Einsatz auf ein vom Herausgeber definiertes Feld begrenzt ist und so im Grunde private Sidechains fördern. TokenRegistry hält Menge der individuell geschaffenen „colored token“ fest, ihre Besitzer und zusätzliche Metadaten.
  • FairAuction: Schafft mit einem Smart Contract die Option, „colored token“ per Auktion anzubieten. Damit lassen sich Auktionen für theoretisch alle Anlageklassen durchführen, deren Werte per Token abbildbar sind. Das ist für Games genauso interessant wie für andere Fälle von Immobilien über Aktien bis hin zu Kapazitäten.

IOTA hat die Beispiele im Testnet Pollen als Demo freigegeben und mit der wwallet (Wasp Wallet) auch eine Wallet für diese Umgebung. Um selbst Smart Contracts anzulegen, fehlt aber noch die Freigabe einer Virtual Machine, die Rust als Programmiersprache unterstützt.

Fazit: IOTA mit langsamen Fortschritten

Smart Contracts sind wesentliche Voraussetzung für den DeFi-Boom. Doch auch IOTA braucht bei seiner Ausrichtung auf das Internet der Dinge (IoT) dringend Smart Contracts, denn ohne diese lassen sich komplexe Ketten von Aktionen nur auf Umwegen verwirklichen. IOTA Access etwa als Plattform für Geschäftsmodelle ist ohne Smart Contracts kaum praxistauglich. So richtet das Fachpublikum wieder einmal den Blick auf die Zeitpläne der IOTA Stiftung: Der Abschluss von IOTA 1.5 musste gerade erst verschoben werden. IOTA 2.0 mit Smart Contracts soll irgendwann in 2021 live gehen, dort wartet die Fachwelt auf den Launch von Nectar als zweites Testnet nach Pollen. Ob sich Geduld bei IOTA auszahlt, bleibt offen. Denn die Konkurrenz wie beispielsweise von Ontology (ONT), NANO oder Hedera Hashgraph (HBAR) setzt Smart Contracts schon jetzt selbstverständlich um.


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