Samsung arbeitet an eigener Blockchain und Kryptowährung

Der südkoreanische Elektrogigant Samsung entwickelt offenbar eine eigene Blockchain plus zugehöriger Kryptowährung. Zuletzt machte das Unternehmen in der Kryptoszene dadurch auf sich aufmerksam, in seinem Flagschiff-Smartphones Galaxy S10 einen Sicherheitschip einzubauen, der das Mobilgerät auch als Cold Wallet nutzbar macht.

Samsungs Interesse an Blockchain-Lösungen und Kryptowährungen scheint stärker als bisher bekannt. Laut Berichten aus Südkorea ist eine Arbeitsgruppe damit beschäftigt, eine Samsung-eigene Blockchain auf Basis des Ethereum-Protokolls zu entwickeln. In einem zweiten Schritt sei dann auch daran gedacht, eine eigene Kryptowährung zu etablieren. Bisher hatte sich Samsung zu Kooperationen mit IOTA bekannt. Für den Endverbraucher war zuletzt der Launch der neuen Smartphone-Serie Galaxy S10 interessant, die mit integrierter Cold Wallet und der Unterstützung einiger Kryptowährungen wirbt.

Was will Samsung mit eigener Blockchain und Samsung Coin?

Samsung stellt von Smartphones bis zu Fernsehern, von Kühlschränken bis Geschirrspülern so ziemlich alle Elektrogeräte her, die sich in normalen Haushalten befinden. Schon jetzt werden diese Komponenten auch unter dem Stichwort „Smart Living“ miteinander vernetzt. Solche Anwendungen im Internet der Dinge (IoT) sind eine Wachstumsbranche. Mit einer eigenen Blockchain könnte Samsung die Entwicklung vorantreiben, ohne Lizenzgebühren zahlen zu müssen. Zudem ist es denkbar, die Samsung-Blockchain als Hybrid zwischen privat und öffentlich zu konzipieren, damit auch Fremdhersteller eingebunden werden können. Anwendungsbeispiele sind dann vom Kühlschrank, der den Einkaufszettel schreibt, über den Mülleimer, der an Leerungszeiten erinnert bis hin zur Heimelektronik für das Entertainment. Mit einer Blockchain wäre das Smart Home auch in der Lage, selbstständig und manipulationssicher etwa Strom- und Wasserverbrauch an Versorger zu melden. Anwendungen für den angedachten Samsung Coin dürften zunächst Bezahlinhalte im Entertainment-Bereich sein. Gerade weil Samsung weltweit tätig ist, könnte ein Samsung Coin zudem konzerninterne Verrechnungen erleichtern und beschleunigen.

Was bedeutet Samsungs Vorstoß für Bitcoin und Co.?

Die wenigen Kryptowährungen, die bisher direkt von Samsung unterstützt werden, verbuchten Kursgewinne. Dies ist ein Beleg dafür, wie der Massenhersteller die Marktmacht hat, die Akzeptanz von Coins zu stärken. Mit eigener Blockchain und Währung kontrolliert Samsung seine Geschäfte selbst und generiert ein weiteres Einnahmefeld. Gerade Angebote wie IOTA und Ripple kommen zunehmend in Bedrängnis, weil die Großindustrie eigene Lösungen entwickelt anstatt auf in der Kryptoszene gewachsene Lösungen zu setzen.


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