Selbsternannter Bitcoin Erfinder Craig Wright erneut der Lüge überführt

Craig Wright

Craig Wright hat in der Kryptoszene schon lange den Ruf als notorischer Lügner, weil er für sich beansprucht, Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto zu sein. Jetzt wird Wright erneut bloßgestellt, diesmal durch einen raffinierten Beweis.

Neuigkeiten zu Craig Wright haben meist Popcorn-Potenzial und auch diesmal dürfte sich die Kryptoszene kräftig amüsieren. „Craig Wright ist ein Lügner und Betrüger. Er hat nicht die Keys, die benutzt wurden, diese Nachricht zu zeichnen“, heißt es in einem Statement. Das Besondere an der Nachricht: Sie enthält quasi als Unterschriftenliste die Adressen von 145 Bitcoin Wallets und zugehöriger Prüfsummen, die nachweisen, dass der oder die Unterzeichner im Besitz der Private Keys für die jeweiligen Wallets ist. Dies ist in diesem Fall für Craig Wright überaus pikant, denn 145 angeführte Bitcoin Adressen finden sich auf einer Liste, die er an ein US-Gericht übermittelt hat mit dem Ziel, seinen Anspruch auf das Satoshi-Sein zu untermauern.

Craig Wright wird zu Lachnummer – doch was enthält die Botschaft noch?

Dass Craig Wright tatsächlich Satoshi Nakamoto sein könnte, glaubt niemand mehr, der bei Verstand ist. Zu oft schon wurde er in dieser Angelegenheit der Lüge überführt und auch seine Versuche, Kritiker mundtot zu machen, verliefen im Sand. Am jetzigen Beweis sind insofern drei weitere Details spannend:

– Die genutzten BTC Adressen stammen allesamt aus den frühen Jahren von Bitcoin, viele sogar aus 2009. Zu der Zeit gab es neben Satoshi selbst nur wenige andere Miner. Folgt man dem sogenannten Patoshi-Schema, ist sehr wahrscheinlich, dass die nun genutzten Adressen nicht Satoshi direkt zuzuschreiben sind. Wer sich also hier zu Wort meldet, bleibt offen. Wright ist es bestimmt nicht, Satoshi aller Wahrscheinlichkeit auch nicht – aber ein früher Bitcoin-Anhänger.

– Und der oder diese mysteriösen Unterzeichner teilen nicht nur gegen Wright aus. Sie schreiben weiter: „Das Lightning Netzwerk ist ein signifikanter Fortschritt. Aber dennoch müssen wir weiterarbeiten, die On-Chain Kapazität zu verbessern. Leider ist die Lösung dafür nicht bloß, eine Konstante im Code zu ändern oder starken Netzwerkteilnehmern zu erlauben, andere zu verdrängen.“ In dieser Anmerkung verbirgt sich der Hinweis, dass der Urheber die Problematik bei Bitcoin als zentral sieht, dass die Blockchain längst nicht mehr alle Transaktionen schnell bewältigen kann.

– Um diese Herausforderung zu stemmen, schließt die Nachricht mit dem Aufruf „Wir alle sind Satoshi“ und kopiert damit eine E-Mail von 2015, die von manchen dem echten Satoshi zugerechnet wird.

Warum Anleger sich für die geheimnisvolle BTC Nachricht interessieren

Das Geheimnis um Satoshi Nakamot ist weit mehr als ein Detektivspiel, weil angenommen werden muss, dass Satoshi in der Anfangszeit von Bitcoin bis zu einer Million BTC geschürft und gebunkert hat. Oft wird dieses Volumen den Lost Bitcoins hinzugefügt. Doch bewiesen ist es keineswegs, dass die Kontrolle über diese BTC verloren gegangen ist. Geballt auf den Markt gebracht würden diese BTC den Kurs von Bitcoin aller Voraussicht nach zumindest temporär negativ beeinflussen. Deshalb interessieren sich viele Anleger für jeden noch so kleinen Zipfel Informationen, die mit dem echten Satoshi in Verbindung gebracht werden (könnten).

Wright unterdessen wartet in seinem Prozess in den USA weiter auf das Urteil. Hier stehen 550.000 BTC als Entschädigungssumme im Raum, die Wright angeblich von seinen frühen Bitcoin-Konten abheben will. Die jetzige Vorführung zeigt allerdings, dass Wright gar nicht in der Lage ist, so viele frühe BTC zu mobilisieren, vielleicht auch gar keinen einzigen Bitcoin. Der Gesamtmarkt darf wohl aufatmen und Wright selbst muss sich auf den moralischen und finanziellen Bankrott einstellen.


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