IOTA: Binance befreit Kryptowährung aus US-Misere

Im Sommer musste IOTA erleben, auf dem regulierten US-Markt nicht mehr vertreten zu sein (Ausnahme bei eToro, dort lässt sich IOTA aber nicht abheben). Doch durch die Entscheidung der Kryptobörse Binance, in seiner US-Version IOTA zu listen, hat sich die Tür zu amerikanischen Anlegern wieder geöffnet.

IOTA (MIOTA) rangiert unter den 20 wichtigsten Kryptowährungen weltweit und hat gerade in Deutschland eine große Schar von Anhängern. Doch IOTA litt in den vergangenen Monaten bei seinem Ziel, der Standard im Internet der Dinge (IoT) zu werden, an den USA. Denn als die Kryptobörse Binance dort den Zugriff für Anleger auf seine globale Plattform sperrte, waren US-Bürger im Grunde auch vom Handel mit IOTA ausgeschlossen. Coinbase und Kraken als führende Kryptobörsen in den USA listen IOTA nicht. Jetzt darf sich IOTA freuen: „Zum ersten Mal haben Amerikaner einen überzeugenden (und einfachen) Weg, mit dem IOTA Token zu handeln und in ihn zu investieren“, schrieb IOTA auf Twitter. Denn Binance hat kürzlich seine US-Geschäfte durch eine eigens dafür gegründete Handelsplattform wieder aufgenommen und listet dort ab sofort auch IOTA.

IOTA und die USA: Neue Anleger zu erwarten?

Dem Kurs von IOTA half die Listung bei Binance.us zunächst nicht. IOTA verliert aktuell im Einklang mit dem Gesamtmarkt. Trotzdem ist der Schritt von Binance nicht zu unterschätzen: Die Statistik der Webseitenaufrufe für IOTA zeigt, dass IOTA nirgendwo mehr Fans hat als in Deutschland und den USA.

Webseitenbesucher von IOTA.org nach Land

Weil IOTA in seiner technologischen Basis auf ein eigenes Netzwerk (Tangle) setzt, ist die Integrierung in Kryptobörsen eine Herausforderung. Zudem weiß Binance, dass in den USA bei offiziell gelisteten Kryptowährungen stets droht, in das Visier der mächtigen SEC als Aufsichtsbehörde zu kommen. Insofern ist das Bekenntnis von Binance zu IOTA bemerkenswert. Wegen IOTA in den USA in Probleme zu geraten, will Binance sicher nicht. Dafür sind die Volumina nicht groß genug. Ob IOTA bei Binance.us Listungsgebühren bezahlt und wenn ja, in welcher Höhe, ist unbekannt. Die ersten Tagesumsätze für IOTA bei Binance.us liegen im bescheidenen vierstelligen Rahmen. Überhaut fällt auch außerhalb den USA auf: IOTA hat in Sachen Liquidität direkten Mitbewerbern wie Monero (XMR) oder Huobi Token (HT) nicht entgegenzusetzen, hängt um den Faktor 10 hinterher. Im Klartext: Die Bedeutung von IOTA schlägt sich zwar noch in der Marktkapitalisierung nieder, aber nicht im täglichen Handelsvolumen.

Fazit: Kursphantasien zu IOTA erfüllen sich in den USA zunächst nicht

Bei kaum einer anderen Kryptowährung ist das Feld der Anleger so deutlich in Fans und Kritiker geteilt wie bei IOTA. Die Anhänger loben den Ansatz, IoT von der geldwerten Seite aus zu begreifen. Die Skeptiker bemängeln, dass IOTA bei der Herausforderung Dezentralisierung mehr verspricht als einhält. Im Resultat hat sich IOTA zwar als Namen in den Horizont vieler Anleger eingebrannt, bleibt aber kurstechnisch weit hinter den Erwartungen zurück. Im Kryptojahr 2019 haben wir beobachtet, wie es bei Rippe (XRP) ähnlich läuft: Ein an sich theoretisch überzeugender Einsatzzweck für eine Kryptowährung zündet in der Praxis nicht, was sich dann im Kurs niederschlägt. Ob IOTA mit der Listung bei Binance.us ein Befreiungsschlag gelingt? Zumindest kehrt man damit zurück ins Bewusstsein von legal agierenden US-Investoren und hoffentlich mündet das mittelfristig auch in Kooperationen mit US-Unternehmen.


Wer noch keine IOTA hat kann sie gegen Euro bei eToro kaufen. Gegen Bitcoins und Ethereum wird IOTA bei Binance gehandelt. Eine Anleitung dazu findet ihr hier.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*