Ethereum rückt Proof-of-Stake näher – Entwickler schließen Arbeit bald ab

Die Entwickler bei Ethereum (ETH) melden, dass sie mit ihren Arbeiten vorankommen, die Blockchain auf Proof-of-Stake vorzubereiten. Bis zum 30. Juni 2019 soll der Code dafür stehen. Wann die tatsächliche Umstellung vom bisherigen Proof-of-Work stattfinden soll, blieb offen.

Bei der hinter dem Bitcoin (BTC) zweitwichtigsten globalen Kryptowährung Ethereum (ETH) bahnen sich große Veränderungen an. Das Ziel, den Code der Blockchain von Proof-of-Work auf Proof-of-Stake umzustellen, ist offensichtlich in Reichweite. Vonseiten der Entwickler wurde bei einer öffentlichen Arbeitsgruppensitzung der 30. Juni 2019 als Zieldatum genannt. Intern wird das Vorhaben als Project Zero bezeichnet. Es steht wichtigen Marktteilnehmern bereits zu Testzwecken zur Verfügung. Mit Projekt Zero und der damit verbunden Umstellung des Validierungsprotokolls soll die Blockchain bei ETH schneller werden, weil nicht mehr jede Transaktion im Netzwerk aufwendig durch Computerkapazitäten geprüft wird, sondern gewählte Zeugen die Überweisungen bestätigen.

ETH-Erfinder Vitalik Buterin versprüht Optimismus

Vitalik Buterin, der 2013 das Whitepaper zu Ethereum (ETH) verfasste, unterstützte den technischen Kurswechsel unterdessen. Bei einer Konferenz in Kapstadt sprach Buterin davon, dass mit Ethereum 2.0 die Blockchain auf einen Schlag tausendfach leistungsfähiger werde. Buterin sieht den Weg dorthin als schrittweisen Prozess und vermied es, sich auf genaue Daten festzulegen.

Derzeit schwirren rund um die Blockchain-Fortentwicklung bei ETH eine ganze Reihe von Begriffen. Bevor Ethereum 2.0 wirklich live geht, ist eine Zwischenlösung namens Beacon geplant. Für diese ist Projekt Zero maßgeblich. Ein zweites Projekt mit dem Titel „Sharding“ (Scherben) soll dann die Skalierbarkeit und Übertragung auf die eigentliche ETH-Blockchain sicherstellen. Buterin nannte zudem den Namen „Casper“ für das Vorhaben, das grundsätzliche Protokoll beim ETH umzustellen.

Eine tiefergreifende Darstellung der offizielle Pläne beim ETH stellt klar, dass mit Ethereum 2.0 die sogenannten Block Rewards für das Entdecken neuer Blöcke entfallen. Stattdessen sollen Zeugen belohnt werden, die Transaktionen valideren und in einem kontinuierlichem Prozess gewählt werden. Weil damit die ASIC Miner tendenziell wertlos werden, ist der Umstieg allerdings weiterhin umstritten.

Kommt Ethereum 2.0 früher als gedacht?

Glaubt man Buterin und dem Entwicklerteam bei ETH, sind die technischen Fragen zur Protokollumstellung weitgehend gelöst. Beacon könnte noch in diesem Sommer live gehen und der Weg für das komplette Ethereum 2.0 wäre damit vielleicht vor dem bisherigen Zieldatum 2022 geebnet. Der Haken: Ohne Hard Fork funktioniert die Evolution nicht und seit den Geschehnissen bei Bitcoin Cash scheut die Kryptoszene einen Hard Fork, wenn nicht im Vorfeld klar ist, dass diese klar mehrheitlich unterstützt wird. Zu groß scheint die Gefahr, mit wesentlichen Änderungen im Protokoll der Integrität einer Kryptowährung zu schaden und durch Aufsplitterung massive Wertverluste zu provozieren.

Andererseits tickt die Uhr – ETH sieht sich in der Konkurrenz der Kryptowährungen untereinander etwa dem wachsenden Bedeutungsgewinn von Binance Coin (BNB) ausgesetzt. Die Abkehr von Proof-of-Work wird unter Experten als unumgänglich gesehen, um Blockchains fit für die Zukunft zu machen. BNB ist diesen Schritt mit einem Delegates Proof-of-Stake bereits gegangen. Die entscheidende Frage bei ETH lautet deshalb, wie und wann es gelingt, einen Konsens für Project Zero, Beacon, Sharding, Casper und letztendlich Ethereum 2.0 herzustellen.


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