Was empfehlen Deutschlands größte Finanz-Podcasts – und wovon raten sie ab? Wir werten jede neue Folge von 15 Top-Podcasts wie „Alles auf Aktien“, „OHNE AKTIEN WIRD SCHWER“ oder „Doppelgänger“ automatisch aus: Kaufempfehlungen, Verkaufssignale und Warnungen, jeweils mit Originalzitat, Sprecher und Zeitmarke.
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Energie ist für die Hosts das große Gewinnthema: Der MSCI World Energy liegt 45 Prozent im Plus, und Christian W. Röhl plädiert dafür, als Gegenposition zum Tech-lastigen Depot Energie zu halten. Bei Raffinerieaktien wie Valero und Marathon Petroleum erwartet er weitere Kursgewinne, Repsol ist ihm wegen der niedrigen Bewertung spannend, Equinor hält er selbst. Chevron überzeugt durch Kostendisziplin und steigende Ausschüttungen, Weatherford durch mögliches Mengenwachstum bei KGV 12 – aber hochvolatil, ebenso die Ausrüster Halliburton, SLB und Baker Hughes. Bei Volkswagen, BMW und Mercedes fehlen Margenfortschritte. Von wöchentlich ausschüttenden und Covered-Call-ETFs raten die Hosts eher ab.
Röhl hält Equinor als Ausnahme in seinem Europa-Öl-Portfolio: puristische Ausrichtung, norwegische Perspektive und Rolle als Rückgrat der europäischen Gasversorgung.
Zitat & Begründung
„Bei Equinor habe ich davon eine Ausnahme gemacht, auch natürlich wegen der Sympathie zu Norwegen und der langfristigen Perspektive, mit der man dieses Unternehmen entwickelt.“
- Röhl bevorzugt bei Ölaktien die puristische Strategie ohne erneuerbare Nebenfelder.
- Bei Equinor macht er eine Ausnahme, aus Sympathie für Norwegen und langfristiger Perspektive.
- Equinor ist zum Rückgrat der europäischen Gasversorgung geworden und liefert Aktionären Windfall-Profits.
Röhl sieht im Energiesektor strukturelle Trends und plädiert dafür, im Depot eine Gegenposition zu Energie zu halten, während alle nur über Tech reden.
Zitat & Begründung
„die durchaus dafür sprechen, im Depot eben auch mal eine Gegenposition in Energie zu haben, während alles über Tech spricht“
- Der MSCI World Energy legt dieses Jahr 45 Prozent zu, der MSCI World nur 14 Prozent.
- Neben Windfall-Profits aus dem Iran-Krieg haben sich die Öl- und Gaskonzerne strukturell effizienter aufgestellt.
- Röhl rät daher zu einer Energie-Gegenposition im sonst Tech-lastigen Depot.
Chevron arbeitet deutlich effizienter und investitionsdisziplinierter als früher; der höhere operative Cashflow finanziert steigende Dividenden und Aktienrückkäufe.
Zitat & Begründung
„Das heißt gut für die Aktionäre, weil die Dividenden steigen.“
- Umsatz 211 Mrd. Dollar wie 2013/14, aber operativer Cashflow 45 statt 31 bis 35 Mrd. Dollar.
- Capex von über 30 auf 18 Mrd. Dollar gesenkt, Free Cash Flow 27 Mrd. Dollar.
- Für Aktionäre heißt das: 3,4 Prozent Dividendenrendite und milliardenschwere Rückkäufe.
Raffineriekapazitäten sind knapp und die Margen weit; Valero dürfte bei anhaltender Knappheit weiter zulegen, das KGV von 12 preist das kaum ein.
Zitat & Begründung
„reine Raffinerieaktien wie Valero Energy oder Marathon Petroleum, die haben sich seit Jahresbeginn wie an der Schnur gezogen verdoppelt und dürften weiter zulegen können, wenn diese Knappheit anhält“
- Jahrelange Unterinvestitionen, ESG-Auflagen und Kriegsschäden verknappen Raffineriekapazität.
- Der Spread zwischen Rohöl-Einkauf und Produktverkauf hat sich massiv ausgeweitet.
- Valero hat sich seit Jahresbeginn verdoppelt und dürfte weiter zulegen können, KGV nur 12.
Auch Marathon Petroleum profitiert von der Raffinerieknappheit; die Aktie hat sich verdoppelt und dürfte bei anhaltend hohen Margen weiter steigen, bei KGV 13.
Zitat & Begründung
„reine Raffinerieaktien wie Valero Energy oder Marathon Petroleum, die haben sich seit Jahresbeginn wie an der Schnur gezogen verdoppelt und dürften weiter zulegen können, wenn diese Knappheit anhält“
- Raffinerien lassen sich nicht schnell wieder hochfahren, wenn sie einmal gestoppt oder zerstört sind.
- Der Diesel-Spread und die Raffineriemargen sind historisch hoch.
- Marathon hat sich seit Jahresbeginn verdoppelt und dürfte bei anhaltender Knappheit weiter zulegen, KGV nur 13.
Repsol betreibt moderne europäische Raffinerien ohne Nahost-Risiko und verdient prächtig, wird aber trotz starker Performance niedriger bewertet als Total, Shell oder BP.
Zitat & Begründung
„Obwohl Repsol so gut gelaufen ist, wird sie immer noch niedriger bewertet als die anderen.“
- Fünf moderne Raffinerien mit 900.000 Barrel Kapazität spülen rund 1 Mrd. Euro Quartals-Cashflow ein.
- Die Aktie hat die europäischen Peers outperformt, wird aber mit unter 8er-KGV niedriger bewertet.
- Venezuela-Abkommen erlauben Förderausweitung von etwa 50 Prozent ohne große Investitionen.
Nach der erneuten Gewinnwarnung fehlen Volkswagen konkrete Anzeichen für Margenverbesserung; die Aktie dürfte vorerst nicht nach oben drehen.
Zitat & Begründung
„solange eben keine konkreten Anhaltspunkte für eine Margenverbesserung da sind und das geht ja genau ins Gegenteil jetzt erst mal, solange wird die Aktie auch nicht nach oben drehen“
- Die Umsatzrendite sinkt auf 1 Prozent, Abschreibungen auf die Porsche-Beteiligung belasten.
- Es läuft nur eine volatile Bodenbildung, der Junitiefstkurs wurde nicht unterboten.
- Ohne Margenfortschritt dreht die Aktie nicht nach oben; der Rauswurf aus dem EuroStoxx 50 ist nur ein Hoffnungsschimmer.
Der ETF auf die 100 höchstdividenden Aktien weltweit hat in 15 Jahren kaum Rendite gebracht – fast alle Ausschüttungen gingen beim NAV verloren.
Zitat & Begründung
„Er müsste ehrlicherweise eigentlich Super Dividenden Trap ETF heißen“
- Der Fonds allokiert einmal jährlich die 100 globalen Aktien mit der höchsten Dividendenrendite.
- Seit 2011 wurden 58 Dollar ausgeschüttet, der Fondspreis fiel von 75 auf 24 Dollar.
- Unterm Strich bleiben vor Steuern unter 10 Prozent Plus, der MSCI World verdreifachte sich.
Der defensiv ausgerichtete Options-Overlay-ETF hat sich nicht bewährt: Selbst mit Ausschüttungen liegt er unter dem Niveau vom März 2025.
Zitat & Begründung
„Selbst inklusive Ausschüttung ist der Fonds unter seinem Niveau vom März 25. Ohne Ausschüttung liegt er sogar 15 Prozent unter Wasser.“
- JPMorgan setzt auf günstige, defensive Aktien und verkauft Indexoptionen, was das Aufwärtspotenzial kappt.
- Seit März 2024 kommt der Fonds nur auf 14 Prozent Gesamtertrag, der iShares-Konkurrent auf 34 Prozent.
- Inklusive Ausschüttung notiert er unter dem März-25-Niveau, ohne Ausschüttung 15 Prozent unter Wasser.
Weatherford hat Margen und Profitabilität deutlich gesteigert; 20 bis 30 Prozent mehr Geschäftsvolumen in zwei bis drei Jahren scheinen möglich und sind im KGV 12 nicht eingepreist.
Zitat & Begründung
„aber 20, 30 Prozent mehr als zuletzt könnten halt schon drin sein auf Sicht der nächsten 2, 3 Jahre“
- Umsatz von 15 auf 5 Mrd. Dollar gefallen, aber Marge deutlich erhöht – mehr Gewinn als im Boom.
- Alte Volumenrekorde sind keine Benchmark, 20 bis 30 Prozent mehr in zwei bis drei Jahren aber möglich.
- Dieses Potenzial sei im KGV von 12 nicht reflektiert; die Aktie ist extrem volatil.
Von den wachsenden Investitionen in Venezuela, etwa bei Chevron, könnten auch Ölausrüster wie Halliburton über den Schaufeleffekt profitieren.
Zitat & Begründung
„Davon können natürlich auch die Ausrüster profitieren, zum Beispiel Unternehmen wie Halli Burton oder SLB, früher Chumberger oder Baker Hughes“
- Chevron will die Förderung in Venezuela in fünf Jahren von 280.000 auf 600.000 Barrel täglich verdoppeln.
- Schweröl erfordert immense Investitionen in Bohrausrüstung, Pumpen und Aufbereitung.
- Davon profitieren Ausrüster wie Halliburton.
Der Öldienstleister SLB zählt zu den Ausrüstern, die vom Hochfahren der venezolanischen Schwerölproduktion profitieren könnten.
Zitat & Begründung
„Davon können natürlich auch die Ausrüster profitieren, zum Beispiel Unternehmen wie Halli Burton oder SLB, früher Chumberger oder Baker Hughes“
- Chevron investiert 7 Mrd. Dollar in Venezuela und verdoppelt die Förderung.
- Die Produktion von Schweröl erfordert massive Investitionen in Ausrüstung und Anlagen.
- Ausrüster wie SLB sind die Profiteure dieses Schaufeleffekts.
Baker Hughes gehört zu den Ölausrüstern, die von den Venezuela-Investitionen und dem Aufbau von Förder- und Aufbereitungsanlagen profitieren könnten.
Zitat & Begründung
„Davon können natürlich auch die Ausrüster profitieren, zum Beispiel Unternehmen wie Halli Burton oder SLB, früher Chumberger oder Baker Hughes“
- US-Konzerne weiten ihre Aktivitäten in Venezuela aus.
- Die Förderkosten liegen unter 20 Dollar pro Barrel, aber das zähe Schweröl verlangt hohe Investitionen.
- Davon profitieren Ausrüster wie Baker Hughes.
Für BMW gilt laut Röhl dasselbe wie für Volkswagen: ohne konkrete Margenfortschritte dreht die Aktie nicht nach oben.
Zitat & Begründung
„und dasselbe gilt für BMW und Mercedes.“
- Zölle, schwache Europa-Nachfrage und chinesische Angriffe belasten die deutschen Autobauer.
- Beim VW-Vergleich sagt Röhl, für BMW gelte dasselbe wie für Volkswagen.
- Ohne Margenverbesserung fehlt der Kursschub.
Auch für Mercedes-Benz gilt laut Röhl dieselbe Einschätzung wie für Volkswagen: erst mit Margenfortschritten ist mit steigenden Kursen zu rechnen.
Zitat & Begründung
„und dasselbe gilt für BMW und Mercedes.“
- Zölle, schwache Nachfrage und chinesische Konkurrenz belasten die europäischen Autobauer.
- Röhl überträgt seine skeptische VW-Einschätzung ausdrücklich auf Mercedes.
- Ohne Anzeichen einer Margenverbesserung fehlt der Kursschub.
Der monatlich ausschüttende Quality-Dividend-ETF mit 1000 gleichgewichteten Positionen inklusive Small Caps und Qualitätskriterien wird als gut gemachtes Produkt beschrieben.
Zitat & Begründung
„1000 Einzelpositionen inklusive Small Caps, gleichgewichtet, Qualitätskriterien dazu, also ein paar sinnvolle Alleinstellungsmerkmale“
- Röhl nennt ihn einen gut gemachten Dividendenfonds.
- 1000 Einzelpositionen inklusive Small Caps, gleichgewichtet, mit Qualitätskriterien.
- Acht Monate nach dem Start kommt er auf knapp 350 Mio. Euro Volumen, auch wegen der monatlichen Ausschüttung.
Der iShares-ETF kombiniert ein MSCI-World-ähnliches Portfolio mit Optionsverkauf und Index-Futures und liefert so hohe Ausschüttungen bei marktähnlicher Rendite – bislang nur in steigenden Märkten.
Zitat & Begründung
„während iShares mit dem Produkt auf ein Plus von 34 Prozent kommt, fast genau der gleiche Gesamtertrag wie ein ganz normaler MSCI World ETF“
- Das Portfolio ähnelt dem MSCI World, dominiert von Nvidia und Apple.
- Verkaufte Optionen werden durch gekaufte S&P-500-Futures neutralisiert, der Performance-Deckel entfällt.
- Seit März 2024 plus 34 Prozent, fast wie der MSCI World – fraglich bei Seitwärts- oder Abwärtsmärkten.
Der erste wöchentlich ausschüttende ETF wird skeptisch gesehen: Die Ausschüttungsfrequenz ist keine Anlagestrategie, und solche Produkte locken oft in undurchsichtige Optionsstrategien.
Zitat & Begründung
„Ausschüttungsfrequenz ist keine Anlagestrategie, sondern das ist einfach nur ein strukturelles Merkmal“
- Der Weekly World Income ETF schüttet als erstes Produkt wöchentlich aus und kostet 0,5 Prozent pro Jahr.
- Röhl betont: Durch Ausschüttungen wird kein Geld erschaffen, nur Kapital steuerpflichtig verschoben.
- Wer die Optionsstrategie dahinter nicht durchschaut, sollte die Finger davon lassen.
Christian W. Röhl erwartet, dass der MSCI All Country World in den nächsten 12 bis 24 Monaten mit großer Wahrscheinlichkeit prozentual zweistellig einbricht, warnt aber davor, deshalb nicht mehr zu investieren. Horst von Buttlar würde sein Geld nicht in Campbell Soup stecken, nachdem der Kurs eingebrochen und die Dividende um 36 Prozent gekürzt wurde. Zudem sieht er bei Vonovia wegen hoher Schulden und möglicher Enteignungspläne in Berlin erhebliche Risiken; Casey's General Stores bleibt trotz Kursrückgang mit 29-fachem Gewinn teuer. Die Folge diskutiert außerdem die KI-Sicherheitsdebatte, den Ölpreis über 100 Dollar sowie steigende Zinsen und Inflation.
Horst von Buttlar würde sein Geld nicht in Suppen und Fertiggerichte stecken; Campbell leidet unter Umsatzrückgang, hoher Schuldenlast und gekürzter Dividende.
Zitat & Begründung
„Ich würde mein Geld nicht in Suppen und Fertiggerichte stecken, aber das ist ja immer eine individuelle Frage und Beurteilung.“
- Campbell hat seit 2019 kaum Umsatzwachstum und verliert Preismacht.
- Hohe Schulden und gestiegene Zinskosten belasten den Free Cashflow.
- Die Dividende wurde um 36 % gekürzt, das Unternehmen fällt aus Dividendenrankings.
Röhl erwartet für den MSCI All Country World in 12 bis 24 Monaten mit großer Wahrscheinlichkeit einen prozentual zweistelligen Rücksetzer.
Zitat & Begründung
„Ich gehe davon aus, dass der MSCI All Country World in den nächsten 12 bis 24 Monaten mit großer Wahrscheinlichkeit prozentual zweistellig einbrechen wird.“
- Empirie: In 90 % aller Zweijahresperioden seit 1970 gab es mindestens 10 % Drawdown.
- Nach starkem Anstieg wäre auch ein 20-%-Rücksetzer normal.
- Er rechnet mit einer Prüfung des KI-Narrativs und möglichen Kursrückgängen.
Die Aktie ist nach dem Kurssturz zwar günstiger, aber mit 29-fachem Gewinn noch kein Schnäppchen; hohe Bewertungen können bei steigenden Zinsen stark korrigieren.
Zitat & Begründung
„Aktie ist günstiger geworden, aber ist natürlich auch noch kein Schnäppchen. 29 Mal Gewinn ist immer noch ein ordentlicher Faktor“
- Casey's wuchs langfristig stark, die Aktie fiel zuletzt aber um ein Drittel.
- Die Bewertung lag bei über 40x Gewinn, aktuell noch 29x.
- Röhl warnt vor drastischen Korrekturen bei teuren Compoundern.
Vonovia hat hohe Schulden und ist durch steigende Zinsen sowie mögliche Enteignungspläne in Berlin einem Refinanzierungs- und Vertrauensrisiko ausgesetzt.
Zitat & Begründung
„Vonovia aber hat einfach eine hohe Schuldenlast und bei Unternehmen mit hohen Schulden ist immer die Frage, wenn sie die refinanzieren müssen“
- Steigende Zinsen treffen Unternehmen mit hoher Schuldenlast.
- In Berlin droht ein Enteignungsgesetz, das Abschreibungen und Vertrauensverlust auslösen könnte.
- Horst sieht Risiken für Refinanzierung und mögliche Schieflagen im Finanzsystem.
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