Was empfehlen Deutschlands größte Finanz-Podcasts – und wovon raten sie ab? Wir werten jede neue Folge von 15 Top-Podcasts wie „Alles auf Aktien“, „OHNE AKTIEN WIRD SCHWER“ oder „Doppelgänger“ automatisch aus: Kaufempfehlungen, Verkaufssignale und Warnungen, jeweils mit Originalzitat, Sprecher und Zeitmarke.
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Holger Graf hält den Portable-Alpha-Fonds Winton Trend Enhanced (Anfang des Jahres gekauft, Euro-hedged rund 22 % im Plus), will ihn wegen der Konstruktionsrisiken aber niemandem empfehlen. Vom Dividenden-ETF Global X Super Dividend hält er nichts: Der habe über 15 Jahre selbst auf Total-Return-Basis nur seitwärts performt. Spannendste Idee der Woche sind für ihn Anti-Trump-Wetten auf Polymarket, die laut einer Studie rund 10 % p. a. abwerfen. Bei den langen US-Zinsen fragen sich die Hosts, ob unterhalb der 5,25-Prozent-Schwelle „vielleicht doch Long Bonds“ sinnvoll ist.
Holger Graf hat den Portable-Alpha-Fonds Winton Trend Enhanced Anfang des Jahres gekauft; die Euro-hedged Anteilsklasse liegt rund 22 % im Plus, doch wegen Konstruktionsrisiken legt er sie niemandem nahe.
Zitat & Begründung
„Ich kauf's nur, weil ich glaube, in meinem Portfolio macht's Sinn und ich hab behaupte jetzt einfach mal so die Struktur ein bisschen bestanden.“
- Der Fonds kombiniert passives MSCI-World-Beta mit einer kreditfinanzierten Trendfolgestrategie von Winton.
- Euro-hedged seit Jahresbeginn rund 22 % im Plus; Beta (11 %) plus Trendfolger (12 %) erklären die Performance fast vollständig.
- Wegen Margin-Call-Risiken und Illiquidität des Trendfolgers würde er den Kauf niemandem nahelegen.
Der Global X Super Dividend ETF hat laut Graf über 15 Jahre selbst auf Total-Return-Basis nur seitwärts performt – für ihn eine absolute Vollkatastrophe.
Zitat & Begründung
„Der hat auf 15 Jahre selbst Total Return flatish performt. Also halt eine absolute Vollkatastrophe.“
- Der ETF schüttet laut Graf aus der Substanz aus.
- Auf 15-Jahres-Sicht sei der Total Return allenfalls seitwärts.
- Fazit von Graf: eine absolute Vollkatastrophe.
Graf glaubt, dass man mit konstanten Anti-Trump-Wetten auf Polymarket gut Geld verdienen kann, weil die Quoten durch einen Pro-Trump-Bias verzerrt sind.
Zitat & Begründung
„Also ich glaub, damit kann man gut Geld verdienen. Ist natürlich auch keine Anlageempfehlung“
- Studie: Anti-Trump-Wetten erzielten 10,18 % p. a., Pro-Trump-Wetten minus 35,84 % p. a.
- Bei fairen Quoten müssten beide Strategien bei null landen.
- Graf folgert daraus einen politischen Pro-Trump-Bias im Markt und eine Verdienchance.
Thomas Kehl erwägt bei einer 10-Jahres-Rendite von 5,17 % doch Long Bonds, da die Aktien-Anleihen-Korrelation laut Nomura erst über 5,25 % kippt.
Zitat & Begründung
„Ja. Also vielleicht doch Long Bonds.“
- Nomura: Bis 5,25 % Rendite korrelieren steigende Zinsen positiv mit Aktien.
- Die 10-jährige US-Rendite liegt aktuell bei rund 5,17 %.
- Deshalb sagt Kehl: vielleicht doch Long Bonds.
Graf verweist auf die österreichische 100-jährige Staatsanleihe, die im Podcast schon länger als Long-Idee gehandelt wird.
Zitat & Begründung
„Hundertjährige Österreicherin, haben wir schon immer gesagt.“
- Als Antwort auf „vielleicht doch Long Bonds“ nennt Graf die „hundertjährige Österreicherin“.
- Er betont: „haben wir schon immer gesagt“ – also eine wiederkehrende Long-Idee des Podcasts.
Die Trade-Idee „Long Brasilien“ setzt auf einen Wahlsieg von Flavio Bolsonaro, niedrige Verschuldung und einen möglichen Aufstieg Südamerikas in den MSCI World.
Zitat & Begründung
„nämlich laut Business Insider Artikel sprechen mehrere Dinge dafür. Also einmal die Wahrscheinlichkeit, dass Flavio gewinnt und dann eben Brasilien wieder zu The Moon geht.“
- Laut Business Insider sprechen mehrere Faktoren für Flavio Bolsonaro und Brasilien.
- Südamerikanische Länder seien relativ gering verschuldet.
- Ein Index-Aufstieg Südamerikas könnte Mittelzuflüsse bringen – Kehl selbst macht den Trade aber nicht.
Wichtigste Anlage-Aussage: Holger Graf warnt vor offenen Immobilienfonds wie dem DWS Grundbesitz Europa – die offiziellen NAVs seien Fantasiepreise, die Börsenkurse lägen rund 50 Prozent unter dem Stand von 2009. Skeptisch sieht er auch den neu aufgelegten wöchentlich ausschüttenden Covered-Call-ETF (Hahn ETF Weekly World Equity Income), weil Covered-Call-ETFs im Total-Return-Vergleich dauerhaft underperformen. Daneben viel Markt- und Zentralbanktalk: Fed-Zinserhöhung auf 3,75–4,0 Prozent, Bank of Japan auf 1,25 Prozent, extrem niedrige realisierte S&P-500-Volatilität sowie die Diskussion um KI-Risiken und die EZB-Nachfolge. Graf berichtet außerdem, er habe sich einen zweiten Tesla gekauft, auch um Elon Musk zu unterstützen.
Offene Immobilienfonds wie Grundbesitz Europa quotieren laut Graf Fantasiepreise; die Börsenkurse liegen weit unter den NAVs und spiegeln die realistischere Bewertung.
Zitat & Begründung
„solang Du keine Mittelabflüsse hast, kannst Du ja Fantasiepreise quotieren, ohne dass ich dir das jetzt vorwerfe“
- Der Grundbesitz Europa verliert an der Börse rund 50 Prozent seit 2009, der offizielle NAV nur rund 20 Prozent.
- Graf führt die Differenz auf Mittelabflüsse zurück: Ohne Abflüsse können Fonds beliebige Fantasiepreise quotieren.
- Er vergleicht den Kursverlauf mit dem Bernie-Madoff-Chart und hält die Marktpreise für realistischer als die Gutachterwerte.
Covered-Call-ETFs mit wöchentlicher Ausschüttung klingen attraktiv, underperformen laut Graf auf Total-Return-Basis aber dauerhaft, weil sie die Upside zu billig verkaufen.
Zitat & Begründung
„den Total Return nimmst, also die reinvestierte Dividende, dann mit dem Bit der Benchmark vergleichst, ist halt immer kacke“
- Der Fonds finanziert die wöchentlichen Ausschüttungen über den Verkauf von Call-Optionen auf das Aktienportfolio.
- In Seitwärts- und fallenden Märkten funktioniert das, bei stärker steigenden Kursen wird die Upside zu günstig abgegeben.
- Im Total-Return-Vergleich mit der Benchmark schneiden existierende Covered-Call-ETFs deshalb schlecht ab.
Graf hat einen zweiten Tesla gekauft, weil er angesichts der Dieselpreise nicht mehr Diesel fahren will und Elon Musk unterstützen möchte.
Zitat & Begründung
„Und dann wollt ich einfach meinen persönlichen Helden Elon Musk weiter unterstützen.“
- Graf ersetzt den Diesel seiner Frau durch einen zweiten Tesla.
- Als Begründung nennt er die aktuellen Dieselpreise und die Unterstützung für Elon Musk.
- Er scherzt, das werde man in den nächsten Tesla-Earnings sehen – eine Kaufaussage zum Produkt, nicht ausdrücklich zur Aktie.
Diese 15 Podcasts werten wir aus
Alles auf Aktien
Einer der größten deutschen Börsenpodcasts: täglich Aktien, Märkte, ETFs, Krypto und Makro.
OHNE AKTIEN WIRD SCHWER
Tägliche Börsennews mit Noah Leidinger – stark bei Tech, US-Aktien und Krypto.
Finanzfluss Podcast
Vermögensaufbau, ETFs, Aktien und persönliche Finanzen von Deutschlands großer Finanzmarke.
Wall Street mit Markus Koch
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Handelsblatt Today
Großer täglicher Finanz- und Wirtschaftspodcast mit Fokus auf Börse und Geldanlage.
Marktgeflüster
Wochenformat zu Börse, Makro und Investments – meinungs- und diskussionsstark.
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Der Anlegerpodcast der WiWo: Aktien, langfristiges Investieren, Unternehmen und Märkte.
Asset Class
Aktien, ETFs, Dividenden und langfristiger Vermögensaufbau mit Christian W. Röhl.
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Geldanlage, ETFs, Altersvorsorge, Versicherungen und Verbraucherfinanzen von Finanztip.
Erichsen Geld & Gold
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Deffner & Zschäpitz
Der langjährige WELT-Wirtschaftstalk mit Aktien, Makro und kontroversen Diskussionen.
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Deep Dives zu einzelnen Aktien, Unternehmen, ETFs und Investmentstrategien.
Mission Money
Börse und Vermögensaufbau mit Interviews von Fondsmanagern, Investoren und Ökonomen.
Money Train – DER AKTIONÄR
Der Aktienexpress von DER AKTIONÄR: Aktienauswahl und Börsennews.
So funktioniert der Podcast-Radar
Sobald eine neue Folge erscheint, wird sie automatisch transkribiert. Eine KI liest das Transkript und erfasst jede konkrete Aussage zu Aktien, ETFs, Kryptowährungen und Rohstoffen: Kaufen (Empfehlung oder eigener Kauf), Verkaufen (Verkauf oder erwarteter Kursrückgang) und Meiden (ausdrücklich abgeraten). „Klare Empfehlung“ markiert ausdrückliche Handlungsaussagen, alles andere ist eine Tendenz aus der Diskussion. Werbeblöcke werden ignoriert. Jede Aussage ist mit Zitat und Zeitmarke belegt, damit du sie in der Folge selbst nachhören kannst.
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